07.11.2019

In weiblicher Hand

Nach sechs Jahren als Chefarzt der Akutgeriatrie hat Albrecht Kühnle Ende Oktober die Klinik Eichstätt verlassen. Die Leitung seiner sehr gut eingeführten Abteilung ging in die Hände seiner langjährigen Mitarbeiterin, Internistin und Geriaterin Tanja Götz, über.

Leitet seit 1. November die Akutgeriatrie in der Klinik Eichstätt: Tanja Götz.

Der Arbeitsbereich von Tanja Götz liegt im 3. Stock der Klinik Eichstätt. Wer den Aufzug verlässt, steht direkt vor der gläsernen Stationstür. Dahinter erstreckt sich eine Station mit mehr als 20 Betten. Der eine Stationsflügel ist für Patienten der Akutgeriatrie reserviert, der andere für alterstraumatologische Patienten. Die Alterstraumatologie hat Albrecht Kühnle zusammen mit Prof. Gregor Voggenreiter, dem Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, letzten Dezember ins Leben gerufen. Es war die Weiterentwicklung seiner Arbeit in der Akutgeriatrie. Hochbetagten Patienten mit Knochenbrüchen kann seitdem durch die gemeinsame chirurgische und geriatrische Behandlung besser geholfen werden als durch eine allein chirurgische Versorgung. Die Patienten können im Rahmen der geriatrischen Komplexbehandlung länger in der Klinik therapiert werden und haben mehr Zeit wieder auf die Beine zu kommen. Und dies wortwörtlich. Denn meist sind es Hüft- und Oberschenkelfrakturen, die dort behandelt werden.

Tanja Götz besitzt eine umfangreiche geriatrische Expertise. Von der geriatrischen Reha-Klinik in Berching, in der sie ihre ärztliche Laufbahn begann, führte sie der Weg ans Donau-Isar-Klinikum in Deggendorf. Dort schloss sie die Weiterbildung zur Fachärztin für Innere Medizin in der Abteilung für Innere Medizin und Geriatrie ab. 2014 kam sie als Fachärztin an die Klinik Eichstätt. „Es war geplant, dass ich als Unterstützung für Chefarzt Kühnle in der Akutgeriatrie eingesetzt werde", sagt Tanja Götz. Doch dann fielen ihr verschiedene andere verantwortungsvolle Funktionen zu. Zuletzt etwa der Einsatz als internistische Oberärztin auf der Intensivstation. Mit diesen Erfahrungen im Rücken fühlt sie sich sehr gut auf Ihre neue Position vorbereitet. Sie habe viele Abteilungen der Klinik kennen gelernt und dadurch gute Voraussetzungen für die Zusammenarbeit, meint Tanja Götz.

Bewahren und weiterentwickeln

Tanja Götz schätzt, was ihr Vorgänger aufgebaut hat, sehr. „Albrecht Kühnle hat sehr gute Pionierarbeit beim Aufbau der Akutgeriatrie geleistet", schwärmt sie. Daher will sie die Abteilung auch in seinem Sinne fortführen. Kühnle hat eine Zertifizierung der Alterstraumatologie angestoßen. Im nächsten Jahr soll dieses Ziel mit der entsprechenden Vorbereitung zusammen mit Prof. Voggenreiter umgesetzt werden. Außerdem soll langfristig die Bettenzahl in der Akutgeriatrie gesteigert werden. Der Bedarf, so Götz, sei vorhanden. Immer mehr Menschen im Landkreis erreichen ein sehr hohes Lebensalter und sind dann auf geriatrische Versorgung angewiesen.

Ebenfalls beibehalten will Tanja Götz den engen Draht zu den Niedergelassenen. „Mir ist der Kontakt mit den niedergelassenen Ärzten wichtig, denn sie kennen ihre Patienten am besten. Oberarzt Sandfort, der in der Akutgeriatrie für die neurologischen und psychiatrischen Probleme der Patienten zuständig ist, und ich sind jederzeit ansprechbar für alle Anliegen, für unverbindliche Informationen oder Ratschläge", sagt sie. Weiterhin können Ärzte Ihre Patienten selbstverständlich nach kurzer Voranmeldung in die Klinik schicken.

Die Angehörigen wird Götz ebenfalls eng einbinden. Das Konzept der Chefarztvisiten, das Albrecht Kühnle eingeführt hatte, wird weiter gelebt. „In der Chefarztvisite bespricht das interdisziplinäre Team den Zustand und Genesungsverlauf jedes einzelnen Patienten. Die nächsten Angehörigen sind ausdrücklich dazu eingeladen, teilzunehmen", sagt Tanja Götz. Ein Flyer, der in jedem Patientenzimmer aufliegt, informiert über die Termine. Die Chefärztin bietet daneben auch Sprechzeiten für Angehörige, die über die Stationssekretärin oder das Sekretariat der Inneren Medizin vereinbart werden können. So möchte Tanja Götz in den nächsten Jahren am Kernziel der Akutgeriatrie arbeiten: die betagten Menschen wieder ähnlich fit entlassen, wie sie vor der akuten Erkrankung waren. Am besten in ihr häusliches Umfeld.

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