EndoProthetikZentrum schneidet überdurchschnittlich ab

Prof. Voggenreiter bei der Überprüfung der Planungsaufnahmen für einen individualisierten Beckenteilersatz bei einer Patientin, deren Prothesenpfanne im Hüftgelenk sich mit einer großen Defektbildung gelockert hat.

Mit dem EndoProthetikZentrum hat die Klinik Kösching bereits vor 5 Jahren einen medizinischen Schwerpunkt beim Gelenkersatz gebildet. Neben dem Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, Prof. Gregor Voggenreiter, operieren die niedergelassenen Orthopäden Dr. Dirk Hedrich, Dr. Rainer Rager und Dr. Stefan Schneider innerhalb des Zentrums.

Selten habe er ein EndoProthetikZentrum in dieser Konstellation und mit einer derart gut organisierten Zusammenarbeit gesehen, sagte der Prüfer von ClarCert, Dr. Alexander Kahle. Die niedergelassenen Ärzte seinen digital vorbildlich mit der Klinik vernetzt. Überhaupt fielen die innovativen digitalen Anwendungen sehr positiv auf. In der Klinik Kösching wird seit letztem Jahr vollständig digital dokumentiert. Die verwendete Software bildet den gesamten Behandlungsprozess für Pflegekräfte und Ärzte leicht nachvollziehbar ab. Labor- und Untersuchungsergebnisse, Heilungsverläufe von Wunden, ausgeführte Medikationen bilden eine sichere Grundlage für Behandlung und Pflege.

Fachdisziplin mit großer Erfahrung und Ergebnisqualität
Das Prüfergebnis widersprach auch der Argumentation der in dieser Woche erschienen Bertelsmann-Studie, dass kleine Kliniken qualitativ hinter großen zurückbleiben würden. Beim Gelenkersatz bestätigte Dr. Kahle hohe Qualität, basierend auf großer Erfahrung jedes einzelnen Teammitglieds. Mit mehr als 350 Operationen im Jahr erfüllen die Operateure die Mindestmengen locker. Die Teams im OP, auf Station, im Sozialdienst und in der Physiotherapie sind speziell für die Arbeit mit Patienten mit Hüft- und Kniegelenk-Operationen geschult und eingearbeitet.

Die nach Zufallsprinzip ausgewählten Akten, die im Rahmen der Überprüfung studiert wurden, bestätigten ebenfalls eine hohe Qualität. Ob bei den Untersuchungsmethoden, bei der Operation oder bei der Mobilisation - jede Vorgabe der Zertifizierungsgesellschaft war erfüllt. Es gab keine Abweichungen. Stattdessen zeigte sich an Bereichen wie der Schmerztherapie, dass die Patienten von großem Erfahrungswissen profitieren. Die Schmerzstandards sind ausgereift. Sie werden innerhalb des Qualitätszirkels stetig evidenzbasiert überprüft und nachjustiert, sodass Patienten wirkungsvoll und wissenschaftlich fundiert behandelt werden. Große Expertise herrscht auch bei Operationen mit individuell für den Patienten gefertigten Implantaten.

Auch der Benchmark innerhalb des Endoprothesenregisters, dem sich das EndoProthetikZentrum stellt, ist positiv. „Beim Prothesenwechsel erbringen wir hier bessere Leistungen als der Durchschnitt der EndoProthetikZentren", sagt Prof. Voggenreiter. „Dass wir damit absolut gleichwertig mit Zentren auch in großen Kliniken sind, ist für uns eine große Bestätigung unserer Arbeit."


Patientenrückmeldungen zeigen, dass dies nicht nur Fakten auf dem Papier sind. „Meine Mutter war mit der Behandlung rund um ihren Gelenkersatz vollauf zufrieden. Sie hat sich von allen Seiten gut betreut gefühlt", sagt eine Angehörige. „Alles ist kleiner, freundlicher und familiärer als in einer großen Klinik. Sehr angenehm fanden wir auch das kostenlose Parken und die kurzen Wege vom Parkplatz zum Patientenzimmer."

 

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