12.11.2019

Erfolgreicher Hospiz- und Palliativtag

Zusammen mit dem Hospizverein der Malteser Eichstätt veranstaltete der Palliativmedizinische Dienst der Klinik Eichstätt im Oktober seinen zweiten Hospiz- und Palliativtag. Rund 200 Ärzte und Pflegekräfte informierten sich bei der Veranstaltung über das Thema Medizin und Ethik am Lebensende.

Prof. Dr. Dr. Berend Feddersen referentierte über die Behandlungsplanung im Vorfeld.

 

Wie kann die letzte Lebensphase menschlicher und individueller gestaltet werden? Das war die Kernfrage des Hospiz- und Palliativtags. Sie wurde mit einem umfangreichen Programm beantwortet, das 2 Vorträge und 10 Workshops beinhaltete. Richard Nikol, der selbst im Palliativteam tätig ist, führte als Moderator durch das Programm.

Er konnte als ersten Programmpunkt einen Vortrag über Spirituelle Anamnese von Prof. Dr. Eckard Frick ankündigen. Der Leiter der Forschungsstelle Spiritual Care am Klinikum Rechts der Isar sprach über Spirituelle Anamnese und zeigte mit dem spirituellen Interview ein Instrument, mit dem Ärzte sich behutsam ins Innere der Menschen vortasten und ihre Einstellungen erfahren können.

Nach ihm referierte Prof. Dr. Dr. Berend Feddersen vom Klinikum Großhadern über die Behandlungsplanung im Voraus. Er stellte ein Programm vor, mit dem Menschen im Krankheitsfall entsprechend ihrer Wünsche behandelt werden können, auch wenn sie keine Behandlungseinwilligung mehr äußern können. Dies basiert auf einem Vorgespräch, das geführt wird, wenn der Patient noch ansprechbar ist. In dem Gespräch werden die Einstellungen zum Leben und Sterben festgehalten und Parameter für die Patientenverfügung festgelegt. Eine Schlüsselrolle komme hierbei dem Hausarzt zu, der medizinische Fragen klären und die Einwilligungsfähigkeit des Patienten bestätigen dürfe.

Danach konnten sich die Teilnehmer je nach Interesse in den Workshops mit Themen wie Delir und Demenz am Lebensende, Palliative Sedierung, Schmerztherapie in der Palliativmedizin, Aromapflege, Klangmassage und Patientenverfügung auseinandersetzen. Jeder Workshop dauerte 90 Minuten und gab den Teilnehmern wertvolle Tipps für die Praxis mit nach Hause.

Die Rahmenbedingungen für die Tagung in der Mittelschule Schottenau waren optimal: Die Schülerfirma kümmerte sich um Technik, Bestuhlung und Garderobe, der Freundeskreis der Mittelschule Schottenau bewirtete die Kongressbesucher mit teils selbst gemachten Snacks und Kuchen. Im Anschluss an die Workshops konnten sich die Teilnehmer noch untereinander beim Get-Together im Tagesheim austauschen. Dort fielen die Rückmeldungen zur Tagung durchwegs sehr positiv aus.

Im Rahmen des Hospiz- und Palliativtags wurde schließlich auch Albrecht Kühnle, der sechs Jahre lang Chefarzt der Akutgeriatrie an der Klinik Eichstätt gewesen war, verabschiedet.

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