28.01.2020

Neues Operationsverfahren bei Hernien

Die Kliniken im Naturpark Altmühltal bieten eine neue Operationsmethode zur Hernienbehandlung und lassen sich heuer als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie zertifizieren.

Laparoskopische Hernien-OP in der Klinik Eichstätt.

Die Viszeralchirurgische Abteilung der Kliniken in Eichstätt und Kösching bietet bereits eine Vielzahl verschiedener offener und minimalinvasiver Behandlungsverfahren für Hernien an. Die bekannten offenen Standard-Verfahren Rives-Stoppa, Shouldice und Lichtenstein werden ebenso angewendet wie die gängigen laparoskopischen Operationsmethoden TEP, TAPP und IPOM.

Nun wird seit kurzem neu auch das MILOS bzw. EMILOS-Verfahren, die Mini- or Less-open Sublay Operation, angeboten. Bei diesem Verfahren waren in Studien die Komplikationsraten, der Rezidiv-Raten, der chronische Schmerz und die postoperativen Infektionen signifikant geringer als bei vergleichbaren Standardverfahren. Daher wurde das MILOS-Verfahren und seine endoskopische Variante ins Portfolio mit aufgenommen.

„Jedes Operationsverfahren hat je nach Art und Lage der Hernie seine Vorteile. Zudem berücksichtigen wir bei der Wahl des Verfahrens den Patienten und seine speziellen Bedürfnisse. Wir suchen für jeden genau das Verfahren, das für ihn am besten passt und die besten Ergebnisse verspricht", sagt Christian Plesnar, Leitender Oberarzt der Viszeralchirurgie.

Seine Abteilung lässt sich dieses Jahr von den Fachgesellschaften als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie zertifizieren. Daher dokumentieren die Mitarbeiter seit 2019 freiwillig jede Hernienoperation in einem bundesweiten Hernienregister. 361 Eingriffe waren es im letzten Jahr. Die geforderten Operationszahlen für die Zertifizierung werden damit weit übertroffen.

Christian Plesnar und seine Kollegen leisteten fast die doppelte Anzahl der geforderten 200 Hernien-OPs. Auch die 30 Narbenhernien, die unter den 200 Hernienbehandlungen sein müssen, werden operiert. Spezielle Notfallsituationen wie eingeklemmte Narbenbrüche und inkarzerierte Leistenhernien konnten in modernen Hybridverfahren oder endoskopisch ebenfalls behandelt werden. Die personellen und technischen Voraussetzungen sind mit dem professionellen Team und der hochwertigen Ausstattung an beiden Standorten ebenfalls erfüllt.

Ein Jahr, fünf und zehn Jahre nach dem OP-Termin werden alle Patienten noch einmal für eine Datenerhebung kontaktiert. „Jede Klinik, die am Hernienregister teilnimmt, stellt ihren Patienten dabei dieselben Fragen. Die Antworten werden im Hernienregister hinterlegt und dort statistisch aufbereitet", erklärt Plesnar. So können die Kliniken zum einen erfassen, wie es ihren Patienten nach der Operation ging. Zum anderen können Ergebnisse abgeleitet werden.

In diesem Jahr wird erstmals ein Vergleich innerhalb des Hernienregisters möglich sein, der Wege zur Weiterentwicklung weisen kann. „Mit der Zertifizierung gehen wir zudem an beiden Standorten einen großen Schritt in die Zukunft und können damit auch unsere bisher und künftig erbrachten Leistungen mit einem ausgezeichneten Zertifikat quantitativ und qualitativ belegen und untermauern", so Plesnar.

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Kliniken im Naturpark Altmühltal
mit den Standorten:

Klinik Eichstätt
Ostenstraße 31
85072 Eichstätt
kna.info@klinikallianz.com
Tel. 08421 / 601-0

Klinik Kösching
Krankenhausstraße 19
85092 Kösching
kna.info@klinikallianz.com
Tel. 08456 / 71-0

Seniorenheim Anlautertal
Am Galgenberg 1
85135 Titting
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Tel. 08423/98594-0