Akutgeriatrie

Chefärztin
Tanja Götz
Tel. 08421 / 601-5332
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Im Alter wird der Mensch gebrechlicher. Er braucht länger, um sich zu regenerieren und ist oft von vielen Erkrankungen gleichzeitig betroffen. Zudem besteht ein höheres Risiko für Komplikationen. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren versucht die Altersmedizin ein individuelles Behandlungsziel zu erreichen.

Wir geben betagten Patienten die Chance, sich vollständig zu erholen, bevor sie entlassen werden. Zu unserem Konzept gehört es, jeden seinen Bedürfnissen entsprechend therapeutisch und pflegerisch intensiv zu versorgen, um für ihn die größtmögliche Selbstständigkeit nach dem Klinikaufenthalt zu erreichen.

Unsere Leistungen

  • Geriatrisches Assessment

    In der Akutgeriatrie können Patienten behandelt werden, die aufgrund einer akuten Erkrankung in die Klinik kommen,

    • wenn sie über 70 Jahre alt sind und altersspezifische Erkrankungen haben
    • wenn sie über 80 Jahre alt sind.


    Bei diesen Patienten wird ein geriatrisches Assessment durchgeführt. Sie durchlaufen dabei standardisierte Tests, mit denen ihr Zustand und ihr Leistungsstand ermittelt werden. Das Ergebnis des Assessments zeigt, wo der Patient Unterstützungsbedarf hat und welche Ziele sich daraus für die Behandlung ergeben.


    Im Geriatrischen Assessment beurteilen wir

    • Mobilität (selbstständige Fortbewegungsfähigkeit)
    • Emotion
    • Kognition (geistige Leistungsfähigkeit)
    • Ernährungsstatus
    • Selbsthilfefähigkeit der Patienten



    Im Sozialen Assessment bewerten wir

    • soziales Umfeld
    • Wohnumfeld
    • häusliche Aktivitäten
    • Hilfsmittelbedarf
    • rechtliche Verfügungen


    Durch die Anpassung der Behandlung an die speziellen Defizite oder Förderbedarfe können viele der Behandelten weitere Krankenhausaufenthalte vermeiden oder verkürzen. Sie gewinnen früher ihre Selbstständigkeit zurück und können drohende Pflegebedürftigkeit verhindern.

  • Komplextherapie

    Ältere Menschen bauen durch das Liegen im Krankenhaus körperlich rasch ab. Durch Narkosen und die ungewohnte Umgebung kann sich auch geistige Verwirrung und eine Depression entwickeln. Wir behandeln in der Akutgeriatrie daher nicht nur die Erkrankung, die den Krankenhausaufenthalt verursacht hat. Es werden mit der akutgeriatrischen Komplexbehandlung auch funktionelle Defizite aufgearbeitet.

    Wir setzen dazu folgende Maßnahmen ein:

    • Ergotherapie zum Training der motorischen Fähigkeiten
    • Physiotherapie zum Training der Mobilität
    • Logopädie zur Therapie von Schluck- und Sprechproblemen
    • Psychologie bei geistigen und psychischen Problemen, Verwirrtheit und Demenz
    • aktivierende Pflege zum Training der alltäglichen Fähigkeiten
    • Schmerztherapie
    • Ernährungstherapie
    • Sozialdienstliche Beratung, z.B. zu Demenz und nachstationärer Versorgung


    Durch die Maßnahmen verbessern wir die Selbsthilfe- und Bewegungsfähigkeit der Patienten. Die Komplextherapie richtet sich als akutstationäre Frührehabilitation an ältere Menschen mit schweren funktionellen Defiziten oder Begleiterkrankungen. Sie sollen durch das intensive Training befähigt werden, nach dem Krankenhausaufenthalt in die alte Versorgungssituation zurückkehren können.

  • Chefarztvisiten

    Wir besprechen den Zustand jedes Patienten und seinen Genesungsverlauf regelmäßig in interdisziplinären Teamsitzungen. Einmal pro Woche halten wir außerdem eine Chefarztvisite ab. Alle an der Therapie beteiligten Personen, internistische Ärzte, Vertreter von Therapie und Pflege, stellen hier den Zustand, die Verbesserung und den noch notwendigen Behandlungsbedarf des Patienten dar.

    Wir laden den Patienten und seine nächsten Angehörigen zur Chefarztvisite ein. Dort werden sie ausführlich über den Stand der Dinge informiert und in das weitere Vorgehen einbezogen. Ein wichtiges Thema ist auch die Weiterversorgung nach dem Krankenhausaufenthalt, die der Sozialdienst in Absprache mit den Angehörigen plant und organisiert.

  • Ernährungstherapie

    Mangelernährung ist besonders bei älteren Menschen ein großes Thema. Sie kann viele Ursachen haben: Medikamentennebenwirkungen und der verminderte Geschmackssinn im Alter befördern Appetitlosigkeit. Außerdem führen Probleme mit dem Kauen und falsches Ernährungswissen oft zu einer nährstoffarmen Ernährung.

    In der Akutgeriatrie besteht ein Konzept zur Behandlung der Mangelernährung. Tests auf Nährstoffmangel, vor allem Eiweißmangel, gehören zum Standard. Denn der Eiweißmangel befördert den Muskelabbau und beeinträchtigt den Genesungsprozess. Ohne Muskeln fehlt die Kraft, um sich nach einer Erkrankung wieder aufzurappeln.

Team

Team Eichstätt

Chefärztin

Tanja Götz

Fachärztin für Innere Medizin, Geriatrie

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Oberarzt

Thomas Sandfort

Facharzt für Neurologie und Psychiatrie

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Chefarztvisite
Donnerstagvormittags (außer an Feiertagen)

Informationen für Einweiser

  • Informationen für Einweiser

    Liebe Kollegin, lieber Kollege,

    Sie können uns jederzeit Patienten mit typischen geriatrischen Zustandsbildern zuweisen:

    • Stürze, ggf. mit Fraktur, bei vorbestehender Gangstörung (z.B. Parkinson) und Gebrechlichkeit mit Verschlechterung durch akute internistische Erkrankung
    • Akuter oder chronischer Verwirrtheitszustand, Depression und bisher kompensierte demenzielle Entwicklung
    • Exazerbation von chronischen Schmerzen bei Osteoporose etc. und Nebenwirkungen der Schmerztherapie
    • unklarer körperlicher Abbau mit Zeichen der Mangel- und Unterernährungung
    • klare Verschlechterung des Allgemeinzustandes

     

    Bevor Sie einen Patienten zuweisen, melden Sie ihn gerne bei uns an, da wir den Aufenthalt so planen möchten, dass der Patient die bestmögliche Versorgung erhält.

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