26.06.2020

Spektrum in der Gynäkologie wieder abrufbar

Die Gynäkologie in der Klinik Eichstätt kann seit Mitte Mai wieder planbare Operationen durchführen. Für Patientinnen mit Genitaltumoren, Brusttumoren und Blasensenkungsbeschwerden gibt es damit wieder eine Anlaufstelle.

Die Gynäkologie kann ihre Patientinnen wieder umfassend behandeln.

Zwar war das Team um Chefarzt Sokol Rexhepi auch während der Corona-Pandemie für seine Patienten da. Aufgrund der Vorgaben der Regierung jedoch war dies nur eingeschränkt möglich. „Einige Patientinnen haben wir notfallmäßig operiert, vor allem solche mit Krebsdiagnose", sagt Chefarzt Sokol Rexhepi. Gerade bei einer Krebserkrankung, so der Chefarzt, stehen die Betroffenen unter großem psychischem Druck. „Diesen wollten wir den Patientinnen nehmen."

Nun, wo planbare Operationen wieder möglich sind, kann das gynäkologische Team seine Arbeit wieder im vollen Spektrum erbringen: Therapie von Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs, Brustkrebs und Rekonstruktionen des Beckenbodens bei Patientinnen mit Blasensenkungsbeschwerden sowie die Betreuung von Patientinnen mit Komplikationen in der Schwangerschaft bis zur 20. Woche.

Frauen mit diesen Krankheitsbildern können nun nicht mehr nur notfallmäßig die Klinik aufsuchen, sondern regulär durch den Facharzt eingewiesen werden und sich in der Sprechstunde vorstellen. Da die Gynäkologen wegen der Pandemie die Räume im 2. Stock aufgeben mussten, findet die Sprechstunde nun im 1. Stock neben dem ehemaligen Urologietrakt statt. In der geschützten Atmosphäre des abgeschlossenen Bereichs macht sich das sechsköpfige Ärzteteam ein Bild von der Erkrankung und bespricht die Therapieoptionen. „Eine genaue Aufklärung der Patientinnen ist uns sehr wichtig", sagt Chefarzt Rexhepi. „Wir möchten, dass jede Patientin die Entscheidung für ihre Therapie gut informiert treffen kann."

Eine der Patientinnen ist die 76-jährige Walburga Bauch. Ihr wurde das gynäkologische Team der Klinik Eichstätt empfohlen. Mitte Juni kam sie in die Klinik. Bei ihr war eine Operation unumgänglich. Chefarzt Rexhepi hat sie in der laparoskopischen Technik in 3D operiert, auf die er spezialisiert ist. Bei der Laparoskopie werden nur einige kleine Schnitte in die Bauchdecke gemacht. Durch diese werden Instrumente ins Bauchinnere geschoben und die Operation bei geschlossener Bauchdecke durchgeführt. Auch komplexe Operationen kann Rexhepi auf diese Art durchführen. „Wir haben große Erfahrung in der laparoskopischen Technik. Unsere OP-Zeiten sind kurz und durch die laparoskopische Methode auch körperlich weniger belastend. Unsere Patientinnen können dadurch schon am Tag nach der Operation wieder aufstehen und die Klinik nach vier bis fünf Tagen verlassen", so Rexhepi.

Ein neuer Insufflator verbessert dieses Ergebnis jetzt nochmals. Der Insufflator hebt mittels Gas die Bauchdecke an, sodass im Bauchraum Platz für die Arbeit mit den Instrumenten entsteht. Dafür ist wesentlich weniger Druck nötig als früher, wovon die Patienten profitieren. Walburga Bauch kann das bestätigen: „Ich habe der Operation natürlich mit mulmigem Gefühl entgegengesehen. Aber es ist alles sehr gut verlaufen. Ich habe keine Schmerzen und bin am Tag nach der Operation bereits wieder auf den Beinen", sagt sie.

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