17.12.2021

Alterstraumatologie ist jetzt zertifiziert

Die Kliniken im Naturpark Altmühltal haben sich im Dezember erfolgreich zwei externen Überprüfungen gestellt. Sie konnten dabei hohe Qualitätsstandards bei der Versorgung Schwerverletzter und der Behandlung von Knochenbrüchen bei Hochbetagten nachweisen.

Die schnelle Mobilisation nach der Operation gehört in der neu zertifizierten Alterstraumatologie zum Konzept.

Als sogenanntes lokales Traumazentrum sind die Kliniken bereits seit 2009 zur Versorgung Schwerverletzter zugelassen. Alle drei Jahre muss dieser Status wieder neu bestätigt werden. Dabei spielen viele Dinge eine Rolle: die Kliniken müssen bestimmte Untersuchungsmöglichkeiten vorhalten, der Behandlungsablauf eines Schwerverletzten muss klar definiert und allen im Haus bekannt sein und das Traumateam muss auf die Schockraumversorgung trainiert sein.

Alle diese Kriterien sah der externe Prüfer von Cert-IQ als optimal erfüllt an. Die Rezertifizierung als lokales Traumazentrum wurde daher wieder ausgesprochen. „Für uns ist das eine Bestätigung, aber kein Ruhekissen", sagt der anästhesiologische Chefarzt Dr. Martin Pesch, dessen Abteilung bei einer Schockraumbehandlung den Traumaleader stellt. „Ein optimales Schockraummanagement verlangt stetiges Training und Qualifizierung der beteiligten Berufsgruppen. Außerdem erfordert es die stetige, reibungslose Zusammenarbeit mit unseren externen Partnern im Traumanetzwerk." So wird es auch weiterhin eine enge Abstimmung mit Rettungsdienst und Integrierter Leitstelle rund um die schnelle fachkundige Versorgung der Schwerverletzten geben.

Alterstraumatologie erstmalig zertifiziert

Bereits vor dem zertifizierungserfahrenen Trauma-Team hatten sich die akutgeriatrische und unfallchirurgische Abteilung Anfang Dezember der Erstzertifizierung ihrer Alterstraumatologie gestellt. Die Alterstraumatologie versorgt Knochenbrüche bei hochbetagten Patienten eng vernetzt zwischen Chirurgie und Akutgeriatrie. „Man hat festgestellt, dass das Behandlungsergebnis grade bei sehr alten Menschen besser ist, wenn sie nicht nur chirurgisch versorgt werden, sondern wenn auch ihre weiteren Erkrankungen im Blick behalten werden, wie wir es in der Akutgeriatrie tun", sagt die Chefärztin der Akutgeriatrie in der Klinik Eichstätt, Tanja Götz.

Dementsprechend beginnt die Behandlung der Frakturen – häufig sind es Oberschenkelhals- oder hüftnahe Brüche – in der Notaufnahme der Klinik Eichstätt schon mit Vertretern von Chirurgie und Akutgeriatrie. Die Akutgeriatrie führt Assessments durch, um die Ressourcen des Patienten zu ermitteln. Auf die Ergebnisse werden nachher die Behandlung und Therapie abgestimmt. Von chirurgischer Seite geht es darum, binnen kurzem eine Operation durchzuführen. Damit die alten Menschen schnell wieder auf die Beine kommen, werden dabei Materialien und Techniken verwendet, die eine sofortige volle Belastung ermöglichen. „Im Liegen bauen sich die Muskeln bei alten Menschen sehr schnell ab", sagt Prof. Gregor Voggenreiter, der unfallchirurgische Chefarzt der Klinik. „Daher ist das Ziel, dass sie nach der Operation gleich mit Physiotherapie starten können."

Die Qualität, mit der die beiden Abteilungen in der Alterstraumatologie vernetzt zusammenarbeiten und wie das umfangreiche therapeutische Angebot integriert ist, beeindruckte die beiden externen Prüfer. Daher konnte sich die Klinik Eichstätt gleich beim ersten Anlauf über die Zertifizierung der Alterstraumatologie freuen.

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Qualitätsauszeichnungen

 

 

Kliniken im Naturpark Altmühltal
mit den Standorten:

Klinik Eichstätt
Ostenstraße 31
85072 Eichstätt
kna.info@klinikallianz.com
Tel. 08421 / 601-0

Klinik Kösching
Krankenhausstraße 19
85092 Kösching
kna.info@klinikallianz.com
Tel. 08456 / 71-0

Seniorenheim Anlautertal
Am Galgenberg 1
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