30.09.2020

Beste Sicht auf Gewebsveränderungen

Ein neues Endosonographiegerät erweitert die diagnostischen Möglichkeiten in der Klinik Eichstätt. Es liefert in einem Untersuchungsgang hochauflösende Video- und Ultraschallbilder.

Mit der Endosonographie ist ein Ultraschall von innen möglich.

Das neue Gerät ist seit einigen Wochen in Betrieb. Untersucht werden damit Gewebsveränderungen in Speiseröhre, Magen, Darm oder Bauchspeicheldrüse, die durch eine Spiegelung oder einen Ultraschall von außen bereits bekannt sind. Eingesetzt wird das Untersuchungsverfahren auch bei kolikartigen Schmerzen im Oberbauch, als deren Ursache sehr kleine Gallensteine vermutet werden, die beim Ultraschall von außen nicht erkennbar sind. Die Patienten, die eine Endosonographie erhalten, kommen in der Regel bereits mit Befunden aus Voruntersuchungen beim Facharzt in die Klinik oder treffen als Notfallpatienten ein.

„Eine Endosonographie vereint die Vorteile von zwei aufschlussreichen Untersuchungsmethoden, der Endoskopie und dem Ultraschall – und das in einem Untersuchungsgang", sagt Chefarzt Joachim Christ, in dessen Medizinischer Klinik für Gastroenterologie, Onkologie, Diabetologie und Ernährungsmedizin das Verfahren eingesetzt wird. Über die Endoskopie, das Kamerabild, lassen sich oberflächliche Veränderungen sehr gut erkennen und die zu untersuchende Region schnell auffinden. Mit dem Ultraschall von innen bleibt der Blick nicht auf die Oberfläche der Organe begrenzt. Es können stattdessen auch die Wandschichten des Verdauungstraktes oder an Magen und Darm angrenzende Organe dargestellt werden. Anders als beim Ultraschall von außen wird dabei die Sicht nicht durch die Fettschicht der Bauchdecke oder luftgefüllte Darmschlingen beeinträchtigt.

„Die Möglichkeit, durch die Organwände hindurch ein Ultraschallbild vom umgebenden Gewebe aufzunehmen, ist besonders bei Krebsbefunden hilfreich", erklärt Chefarzt Joachim Christ. „So können wir mit dem Ultraschall etwa vom Magen oder dem Zwölffingerdarm aus Veränderungen an der Bauchspeicheldrüse exakt beurteilen oder bei einem Tumor im Darm feststellen, ob er noch auf die Darmwand begrenzt ist oder bereits umliegendes Gewebe infiltriert ist." Kleine Auffälligkeiten im Gewebe können so früher erkannt werden. Zudem kann besser zwischen gut- und bösartig differenziert und das Stadium und das Ausmaß einer Krebserkrankung sehr genau ermittelt werden.

Ergänzt werden kann die Endosonographie durch Kontrastmittel und Elastographie. Diese Verfahren bringen durch Untersuchung der Durchblutung und des Gewebewiderstandes zusätzlich Aufschluss darüber, welcher Art das Gewebe ist. Unter Ultraschallkontrolle kann mit einer feinen Nadel auch sehr kontrolliert und mit geringem Risiko eine Gewebeprobe entnommen werden.

„Mit dem neuen Endosonographie-Gerät haben wir in ein weiteres hochmodernes Diagnoseverfahren investiert", sagt Kliniken-Geschäftsführer Marco Fürsich. „Damit können wir im gastroenterologischen Bereich zuverlässig Erkrankungen abklären und Vieles bereits im Frühstadium therapieren - mit besseren Heilungsaussichten für unsere Patienten."

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