27.02.2020

Seit 10 Jahren Anlaufstelle für gesunde Gefäße

Die Medizinische Klinik III für Klinische und Interventionelle Angiologie an den Kliniken im Naturpark Altmühltal wird dieses Jahr 10 Jahre alt. Die Abteilung zeigt sich ein Jahrzehnt nach ihrer Gründung bestens aufgestellt, um Gefäßpatienten optimal zu behandeln.

Der Ultraschall der Halsgefäße zur Früherkennung eines Schlaganfallrisikos gehört zu den Leistungen der Medizinischen Klinik III für Angiologie.

Drei Errungenschaften sieht Prof. Alexander Hansen, Chefarzt der Angiologie, als zentral für die Qualität der Patientenversorgung in seiner Abteilung: die starke interdisziplinäre Vernetzung mit Diabetologie, Kardiologie und Gefäßchirurgie innerhalb der Klinik, die gefäßmedizinische Ermächtigungsambulanz, die seit 2016 angeboten wird, sowie die rege Mitarbeit bei Studien, die 2019 in den Aufbau eines Studienzentrums mündete.

„Durch die klinikinterne Vernetzung, insbesondere mit der DDG-zertifizierten Fußambulanz, der Kardiologie, der Orthopädie und Unfallchirurgie und dem belegärztlichen Gefäßchirurgen, können wir Patienten mit den verschiedensten Gefäßproblemen in allen Stadien adäquat helfen", sagt Prof. Hansen. Mit der Ermächtigungsambulanz, so der Mediziner, könnten er und sein Team mithilfe der umfassenden medizintechnischen Ausstattung in der Klinik niedergelassenen Ärzten Klarheit über Diagnose und Therapie von Gefäßproblemen ihrer Patienten schaffen. „Die Ermächtigungsambulanz ist daher bewusst nur auf Zuweisung durch niedergelassene Fachärzte ausgelegt", betont Prof. Hansen.

Die Mitarbeit an Studien schließlich nutzen Prof. Hansen und sein Team ganz konsequent, um Patienten innovative Behandlungsoptionen zusätzlich zu gängigen Therapien anbieten zu können. „In der neuen internationalen Studie etwa, die 2019 aufgenommen wurde, erhalten Patienten, die an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) in sehr fortgeschrittenem Stadium leiden, Stammzellen. Damit tut sich für sie eine Therapieoption auf, die es sonst gar nicht gäbe", sagt Prof. Hansen. Für Patienten, die nicht in die Studie eingeschlossen sind, sei die einzig mögliche Therapie sonst nur die Amputation.

Perfekte technische Unterstützung durch das neue Katheterlabor

Positive Innovationen sind auch das neue Katheterlabor, das das angiologische Team seit 2016 nutzt, und die Ernennung zur Weiterbildungsstätte für Interventionelle Angiologie im Jahr 2017. Im neuen Katheterlabor können mit sehr guter Darstellungsqualität Gefäßbehandlungen vorgenommen werden. Zum Behandlungsspektrum im Katheter gehört die Eröffnung von Gefäßverschlüssen in großen und kleinen Gefäßen mit Ballonkatheter sowie das Einbringen von Stents, wenn erforderlich. Für Patienten mit Niereninsuffizienz besteht die Möglichkeit, die Untersuchung statt mit Kontrastmittel mit C02 durchzuführen. Behandelt werden auch Gefäßverschlüsse in Venen, häufig werden Beckenvenen nach Thrombosen geöffnet. Auch neue Techniken wie die Atherektomie, bei der Kalkablagerungen aus den Gefäßen gebohrt werden, setzt das Team in Kathetertechnik um.

Mit der Ernennung zur zertifizierten Weiterbildungsstätte für Interventionelle Angiologie darf das Team um Prof. Hansen regelmäßig die zweijährige Ausbildung von Ärzten in Interventioneller Angiologie durchführen. Damit wurde von externer Stelle große Erfahrung in allen interventionellen Behandlungsansätzen bestätigt. „Mit unserer Tätigkeit als Ausbilder geht auch einher, dass wir uns für den Lehrplan stetig über neueste Behandlungsmöglichkeiten in unserem Fach auf dem Laufenden halten", sagt Prof. Hansen. „Auch das kommt natürlich dem Patienten zugute."

Spätestens mit 60 Jahren zum Gefäßcheck

Meist ist bereits ein gefäßmedizinischer Notfall eingetreten, wenn die Patienten in die Klinik kommen. Prof. Hansen weist daher vor allem auf die Vorbeugung und Vorsorge bei Gefäßerkrankungen hin. Wichtig, so der Chefarzt, sei die Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker. Spätestens ab 60 Jahren sollten Patienten zudem ihren Gefäßstatus überprüfen lassen und einen Check auf Baucharterienaneurysmen in Anspruch nehmen. „Die Krankenkasse bezahlt diese Vorsorgeleistungen ab dem genannten Alter", sagt Prof. Hansen. Er selbst empfiehlt Patienten mit bekannten bestehenden Gefäßproblemen eine weitergehende Abklärung. „Wenn eine Arteriosklerose im Bein zu einer pAVK führt, dann sind auch andere Körpergefäße gefährdet", erklärt er. Abklären lassen, so Prof. Hansen, sollte man auch jede Wunde, die länger als 4 Wochen besteht.

Suche

Qualitätsauszeichnungen

 

 

Kliniken im Naturpark Altmühltal
mit den Standorten:

Klinik Eichstätt
Ostenstraße 31
85072 Eichstätt
kna.info@klinikallianz.com
Tel. 08421 / 601-0

Klinik Kösching
Krankenhausstraße 19
85092 Kösching
kna.info@klinikallianz.com
Tel. 08456 / 71-0

Seniorenheim Anlautertal
Am Galgenberg 1
85135 Titting
info@sh-titting.de
Tel. 08423/98594-0