27.04.2020

„Das Geburtserlebnis ist das Gleiche“

Jeden Tag starten auch während der Corona-Pandemie 2 kleine Erdenbürger in der Klinik Kösching ins Leben. Die Entbindung findet unter erhöhten Schutzmaßnahmen statt. Zur Sicherheit aller Beteiligten.

Hebamme Isabelle Ziegaus hat auf der Geburtsstation derzeit einiges zu tun, auch wenn nicht alle Mamis und Babys derzeit stationär bleiben.

Wenn Hebamme Isabelle Ziegaus im Dienst momentan nicht gerade im Kreißsaal steht und einem Kind auf die Welt hilft, ist das Telefon ihr wichtigstes Arbeitsmittel. „Die Kommunikation mit den Schwangeren läuft vor allem telefonisch", sagt sie. Persönliche Vorstellungstermine finden nicht mehr statt. Stattdessen rufen die Frauen an, um sich zur Geburt in der Klinik anzumelden. „Meine Hebammen-Kolleginnen und ich vereinbaren dann einen Telefontermin, bei dem wir eine Anamnese durchführen, Schwangerschaftsauffälligkeiten erfragen und Fragen zur Entbindung beantworten", sagt Ziegaus.

Wenn die Wehen einsetzen, rufen die Frauen erneut im Kreißsaal an. Bei diesem Gespräch erfahren die Paare zum Beispiel, wo sie die Klinik betreten können und unter welchen Voraussetzungen der Partner mitkommen kann. „Solche Dinge können sich in der dynamischen Situation derzeit auch kurzfristig ändern. Daher informieren wir Paare vor der Abfahrt ins Krankenhaus darüber", sagt Isabelle Ziegaus.

Momentan kann die werdende Mutter zur Entbindung eine Begleitperson mitbringen. Diese darf die Klinik nur betreten, wenn sie keine Atemwegsinfekte oder Fieber hat. In der Klinik herrscht dann Mundschutzpflicht für Patienten und Mitarbeiter. Zur Infektionsvermeidung ist auch die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Vor Geburtsbeginn dürfen sich die werdenden Eltern nur im Entbindungsbereich aufhalten, während dem stationären Aufenthalt nach der Geburt nur im Zimmer bzw. auf der Station. Besuche am Wochenbett sind derzeit nicht möglich.

„Wir bieten aber an, dass der Vater mit aufgenommen werden kann. Davon machen sehr viele Paare, die noch keine Kinder haben, Gebrauch", sagt Hebamme Isabelle. Die jungen Eltern blieben dann in der Klinik, bis die U2 gelaufen sei, so wie früher auch. Bei Pärchen, die bereits Kinder haben, sei der gegenläufige Trend erkennbar. „Sie entscheiden sich oft für eine ambulante Geburt." Das heißt, sie verlassen die Klinik 6 Stunden nach der Entbindung wieder, wenn medizinisch nichts dagegen spricht. „Im besten Fall hat die Frau bei dieser Variante eine Nachsorgehebamme, die sie bei Fragen und Problemen betreut", sagt Isabelle Ziegaus. Die Klinik selbst bietet derzeit keine Wochenbettambulanz an.

Auch wenn damit die Bedingungen in der Klinik etwas anders sind als gewohnt, die Entbindung, also das Geburtserlebnis gemeinsam mit dem Partner, ist in Corona-Zeiten das Gleiche wie zuvor. „Eine Geburt ist ein einmaliges Erlebnis. Und wir haben in der Geburtshilfe immer schon nach sehr hohen Hygiene- und Sicherheitsstandards gearbeitet. Daher besteht kaum ein Unterschied zu einer Entbindung vor Corona. Unseren neuen wohnlich gestalteten Entbindungsbereich finden sowieso alle schön, auch ohne ihn vorher gesehen zu haben", sagt Hebamme Isabelle. Eine Vorabbesichtigung ist derzeit ja nicht möglich, weil die Infoabende zum Infektionsschutz nicht stattfinden!

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