02.11.2020

Sehr erfolgreiche Telefonaktion

Jede Menge Fragen beantwortete Prof. Dr. Helmut Kücherer, Chefarzt der Kardiologie in den Kliniken im Naturpark Altmühltal, am letzten Mittwoch bei der Telefonaktion rund um Herzerkrankungen. Die Leitungen zum Fragentelefon waren voll.

Beantwortete viele Fragen zu Herzerkrankungen: Prof. Kücherer am Herz-Telefon.

Den großen Informationsbedarf der Bevölkerung zu Herzerkrankungen deckte Prof. Kücherer sehr gern. „Die Fragen zeigen, dass über Kernthemen in unserem Fachbereich noch viel Unsicherheit besteht. Es war schön, da weiterhelfen zu können", sagte Prof. Kücherer nach seiner Arbeit am Fragentelefon. "Schließlich können Herzerkrankungen böse enden, wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird."

Bewegt haben die Anrufer vor allem drei Themengebiete: hoher oder stark schwankender Blutdruck, die besonderen Risiken der Herzklappenträger und die Anzeichen von Herzinsuffizienz und Herzinfarkt.

Allen Anrufern, die mit ihrer Blutdruckeinstellung nicht zurechtkamen oder über schwankenden Blutdruck klagten, riet Prof. Kücherer zu täglichen Blutdruckmessungen, die in einem Blutdruckprotokoll verzeichnet werden sollten. "Dieses Protokoll kann der Patient beim Haus- oder Facharzt vorlegen. Dieser hat damit eine greifbare Datenlage, aus der sich Ursachen und Medikationsschwächen herauslesen lassen", sagt Kücherer. Wichtig, so der Chefarzt, sei außerdem, regelmäßig die Tabletten einzunehmen. "Nur wenn die Tabletten regelmäßig eingenommen werden, wird der Blutdruck wirksam gesenkt."

Beim Themengebiet der Herzklappen wies Prof. Kücherer vor allem auf die Gefahr bei ungeklärten Infekten hin. Wer unter Müdigkeit, Schwäche und Fieber leide, deren Ursache nicht klar sei, solle diese Symptome dringend abklären lassen. Am besten in der Klinik. "Häufig wird nicht in Betracht gezogen, dass der Infekt durch den Fremdkörper der Herzklappe aufgetreten sein könnte", sagt Prof. Kücherer. Bis dann das Herz als Ausgangspunkt festgestellt würde, hätten viele schon eine weit fortgeschrittene Endokarditis entwickelt. Für alle, denen eine Herzklappe eingesetzt wurde, bleibe es lebenslang immer wichtig, unklare Infekte zu klären.

Der Themenkreis Herzinsuffizienzzeichen betraf Fragen darüber, ob Luftnot und Unwohlsein bei Bluthochdruck oder ohne Bluthochdruck gefährlich seien. "Ja", lautet die Antwort von Prof. Kücherer. "Insbesondere, wenn dem Patienten auffällt, dass seine Luftnot zunimmt oder dass er sich häufiger unwohl fühlt, ist eine dringende Abklärung notwendig." Auch wer schon einen Herzinfarkt hatte, sollte bei diesen Symptomen aufhorchen. Regelmäßig zum Facharzt sollten aber auch alle gehen, die nach einem Herzinfarkt keine Symptome verspüren, so Prof. Kücherer. "Empfohlen wird von den Fachgesellschaften eine jährliche Kontrolle beim Facharzt."

Prof. Kücherer machte aber auch deutlich: "Wenn sich Symptome schnell verschlechtern, dann ist dies ein Notfall und die Patienten sollten einen Notarzt rufen oder die Notaufnahme aufsuchen." Beispiele für Verschlechterungen, so Kücherer, seien die Bluthochdruckkrise, also ein Blutdruck oft über 180, eine plötzliche Zunahme von Herzinsuffizienzzeichen wie Atemnot oder Schwäche sowie Herzinfarktsymptome, also starke Schmerzen hinter dem Brustbein, eventuell in Unterkiefer, Arme oder die Magengegend ausstrahlend.

In solchen Fällen, appellierte der Kardiologe, sei trotz der steigenden Coronazahlen die Notaufnahme aufzusuchen. "In der letzten Ausbruchssituation haben wir auch bundesweit bei vielen Patienten sehr schwere Schäden am Herzen gesehen, die bei rechtzeitiger Behandlung nicht aufgetreten wären. Das soll sich nicht wiederholen. Die Kliniken sind sehr gut für die Versorgung der Patienten auch während der Pandemie gerüstet", betont Kücherer.

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